Man kann gar nicht früh genug damit anfangen, einen bevorstehenden Umzug in allen Einzelheiten zu planen. Am besten, man erstellt eine Checkliste, die alle wichtigen Schritte vom Auszug aus der bisherigen Wohnung über den Transport des Umzugsgutes bis hin zur „Inbetriebnahme“ der neuen Wohnung umfasst. Zu leicht übersieht man sonst wichtige Kleinigkeiten, was zu Kostensteigerungen und einem erhöhten Zeitaufwand führen kann.
Bevor man die Tür der bisherigen Wohnung endgültig hinter sich schließt, sind möglicherweise erst noch Schönheitsreparaturen zu leisten. Auf jeden Fall müssen die Stände von Gas-, Wasser- und Stromzählern notiert werden. Der Zustand der Wohnung und die Verbrauchskennzahlen sind in einem Umzugsprotokoll zu dokumentieren, das auch vom bisherigen Vermieter unterschrieben wird. Eine Mietprovision muss man sich ggf. auszahlen lassen. So kann man das Leben in der neuen Wohnung ohne Altlasten beginnen.
Für die Renovierung der alten Wohnung und natürlich für den Umzug selbst ist man möglicherweise auf Urlaubstage angewiesen. Diese müssen natürlich rechtzeitig vorher beantragt werden. Auch wer Freunde und Bekannte um Mithilfe beim Umzug bitten will, sollte damit nicht bis „kurz vor zwölf“ warten. Eine gewisse Zeit ist auch erforderlich, um den Ablauf und die Kosten des Umzugs zu planen. Je nach dem zur Verfügung stehenden Budget kann man ein Umzugsunternehmen aussuchen, dass sich um alles kümmert, oder man legt selbst Hand an und kauft nur bestimmte Einzelleistungen ein. Dabei spielt es natürlich eine Rolle, wie umfangreich der Umzug ist, und wie weit die neue Wohnung vom alten Zuhause entfernt liegt. Wenn eine große Familie in eine weit entfernte Stadt oder gar ins Ausland umzieht, stößt die Do-it-yourself-Lösung schnell an ihre Grenzen.
In der Regel wird man sich für eine gesunde Mischung von Eigenleistungen und professioneller Unterstützung entscheiden. Kennt man im Bekanntenkreis niemanden, der einen Klein-LKW verleihen kann, gibt es ja die stunden- und tageweise Angebote der Mietwagenfirmen. Fällt einem das Schleppen von Kartons und Möbelstücken schwer, freuen sich vielerorts studentische Hilfskräfte über die Möglichkeit zu einem Nebenjob. Wenn Geld keine Rolle spielt, kann man natürlich auch eine Spedition beauftragen, das Umzugsgut zuerst professionell zu verpacken, um es dann zur neuen Wohnung zu transportieren und die Bücher dort wieder in die Regale einzusortieren. Oft genügt es aber, wenn eine Spedition nur die größten Möbelstücke wie z.B. ein Klavier als Beiladung in einem LKW mitnimmt und in der neuen Wohnung abliefert. Wer bei seinem Umzug selbst Hand anlegt, verpasst auf jeden Fall auch nicht die einmalige Chance, seinen Keller zu entrümpeln und überflüssig gewordene „Schätzchen“ zu entsorgen. Gibt es eine größere Menge „Ballast abzuwerfen“, besorgt man sich am besten große Müllsäcke und erkundigt sich nach dem nächsten Sperrmüll-Termin.
Noch nie war es so einfach, seinen Umzug von A bis Z zu planen und Unterstützung zu einem vernünftigen Preis zu finden. Umzugsbörsen im Internet bieten die Möglichkeit, Angebote von Speditionen, Mietwagenfirmen und privaten Hilfskräften einzuholen und zu vergleichen. Auf diese Weise können die Umzugskosten um bis zu 40 % niedriger ausfallen. Als Nutzer einer solchen Börse ist man übrigens nicht verpflichtet, eines der Angebote abzunehmen. Man kann sich also ohne weiteres auch für ein anderes Unternehmen entscheiden - oder dafür, doch lieber alles selber zu machen.
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