Wer schon einmal umgezogen ist, der weiß: Es gibt tausend kleine und große Dinge zu bedenken, damit am Umzugstag alles richtig funktioniert. Am besten, man legt sich frühzeitig eine Checkliste an, in die man nach und nach alles Wichtige einträgt, was einem zu diesem Thema einfällt. So gewinnt man einen Überblick über das, was noch zu tun oder zu veranlassen ist. Ein gut geplanter Umzug verläuft deutlich schneller und kostet auch noch weniger Geld als eine Hauruck-Aktion. Am Anfang des Umzugs steht der Auszug. Bevor man die alte Wohnung endgültig verlässt, sollte man in einem Übergabe-Protokoll den Zustand der Wohnung, die Zählerstände für Gas, Wasser und Strom sowie die Anzahl der übergebenen Schlüssel dokumentieren. Ein Exemplar des Protokolls ist für den Mieter und eines für den Vermieter bestimmt. Evtl. kann es vor dem Auszug notwendig sein, Schönheitsreparaturen in der bisherigen Wohnung durchzuführen. Diese müssen natürlich vor dem Übergabetermin abgeschlossen sein.
Sobald der Umzugstermin feststeht, sollte man seine alten und neuen Nachbarn sowie die jeweiligen Hausmeister informieren. Diese können evtl. benötigt werden, um z.B. Fahrstuhlkabinen zu vergrößern, damit sperrige Umzugsgüter nicht durch das Treppenhaus gewuchtet werden müssen. Wenn man nicht den gesamten Umzug an eine Spedition vergeben hat, muss man sich rechtzeitig um die nötigen Hilfsmittel kümmern. Stabile Umzugskartons erhält man im Baumarkt, außerdem braucht man dicke Filzstifte um sie zu beschriften (Inhalt, zukünftiges Zimmer etc.). Nicht vergessen sollte man auch eine ausreichende Menge Packdecken, Tragegurte für schwere Lasten, eine Sackkarre, Arbeitshandschuhe für alle Helfer und - falls noch Malerarbeiten nötig sind - Abdeckpapier und Kreppband.
Rechtzeitig sollte man Angebote von Umzugsfirmen und Autovermietungen vergleichen. Die Frage, wie viel Service man sich „leisten“, und wie viel Umzugsleistung man selbst erbringen kann, hängt einerseits vom Geldbeutel und andererseits vom Umfang des Umzugsguts sowie von der Umzugsdistanz ab. Einige kleinere Schränke und Kommoden kann man durchaus selbst auseinanderbauen und zwei Blocks weiter transportieren; spätestens bei einem Flügel im vierten Stock ist man allerdings auf professionelle Hilfe angewiesen. Bei einem größeren Familien- und Bekanntenkreis lassen sich sicher viele fleißige Helfer finden, die am Umzugstag mit anpacken. Auf diese Weise lassen sich zumindest vorbereitende Arbeiten wie das Einpacken der Umzugsgüter in Kartons selbst organisieren, ohne dafür auf die Hilfe eines professionellen Unternehmens zurückgreifen zu müssen. Beauftragt man eine Spedition, sollte man sich den Auftrag auf jeden Fall schriftlich bestätigen lassen, damit am Tage des Umzugs wirklich alles nach Plan läuft.
Am Umzugstag selbst sollte man planvoll und systematisch vorgehen. Das Umzugsgut wird so in Kartons verpackt, dass diese leicht zu transportieren sind und bereits im ersten Anlauf an die richtige Stelle in der neuen Wohnung gelangen. Dazu schreibt man auf die Kartons, was sich in ihnen befindet, und in welches Zimmer sie gebracht werden sollen. Zerbrechliche und empfindliche Umzugsobjekte sollte man zudem gut einpacken, falls der Karton einmal unsanft abgestellt werden sollte. Wertgegenstände werden gesondert verpackt und transportiert, damit man sie besser im Auge behalten kann. Ein Umzug ist eine gute Gelegenheit, überflüssig gewordene Dinge auszusortieren und den Keller auszumisten. Falls erforderlich, sollte man sich hierfür große Mülltüten besorgen und sich nach dem nächsten Sperrmülltermin erkundigen. Die Umzugshelfer werden froh sein, wenn sie auf diese Weise etwas weniger zu schleppen haben.
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